Neues Kapitel für die Löbtauer Straße 31 in Dresden

Pressetermin KADUR Gruppe mit Baubürgermeister Stephan Kühn Bauvorhaben Löbtauer Straße

Die KADUR Gruppe plant die behutsame Sanierung und Wiederbelebung der denkmalgeschützten Häuser F und C an der Löbtauer Straße 31 in Dresden. Vorgesehen sind neue Wohnungen, gemeinschaftlich nutzbare Bereiche sowie Räume für Kunst, Kreativwirtschaft und Gewerbe.

Pressetermin am historischen Gebäudeensemble

Am 26. August 2026 stellte die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der KADUR Gruppe das Ergebnis der Konzeptausschreibung für die Grundstücke Löbtauer Straße 31 und 64 vor. Der Pressetermin fand direkt auf dem Gelände der Löbtauer Straße 31 statt.

Baubürgermeister Stephan Kühn, Manuela Quaas von der Heimleitung der benachbarten Wohn- und Pflegeeinrichtung der Cultus GmbH und Peter Kadur, Geschäftsführer der KADUR Gruppe, sprachen über die geplante Entwicklung und die Einbindung der neuen Nutzungen in die bestehende Nachbarschaft.

Vorbehaltlich der noch ausstehenden Gremienentscheidung soll die KADUR Gruppe das denkmalgeschützte Ensemble an der Löbtauer Straße 31 im Erbbaurecht übernehmen, behutsam sanieren und einer neuen, dauerhaften Nutzung zuführen.

Ein historischer Ort mit neuer Perspektive

Haus F und Haus C gehören zum historischen Ensemble der ehemaligen Städtischen Heil- und Pflegeanstalt, die später als Stadtkrankenhaus Löbtauer Straße genutzt wurde. Haus F diente als Bettenhaus, während Haus C als Funktionsgebäude unter anderem einen großen Saal beherbergte.

Seit Jahrzehnten stehen beide Gebäude leer. Witterungseinflüsse, eindringende Feuchtigkeit und Vandalismus haben deutliche Spuren an der denkmalgeschützten Bausubstanz hinterlassen. Erste Sicherungsmaßnahmen wurden bereits veranlasst, um eine weitere Verschlechterung des Gebäudezustandes zu verhindern.

Ziel ist es, die historische Architektur nicht nur zu sichern, sondern den Gebäuden wieder eine tragfähige und langfristige Aufgabe zu geben.

Wohnen, Gemeinschaft und kreatives Arbeiten in Haus F

Im Haus F sollen Wohnungen unterschiedlicher Größe entstehen. Das Wohnangebot richtet sich nicht ausschließlich an eine einzelne Zielgruppe. Studierende können hier ebenso ein Zuhause finden wie Auszubildende, Berufstätige, internationale Fachkräfte und weitere Menschen, die zentral und in einem besonderen historischen Umfeld wohnen möchten.

Ergänzend sind gemeinschaftlich nutzbare Bereiche vorgesehen, die Begegnung ermöglichen und das tägliche Leben im Haus bereichern.

Im Erdgeschoss beziehungsweise Hochparterre sollen Räume für Kunst und Kreativwirtschaft entstehen. Vorgesehen sind unter anderem Werkstätten sowie baulich schallentkoppelte Musizierräume. Die Bereiche werden als ruhige Arbeitsräume mit geregelten Nutzungszeiten geplant und sollen zu sozial verträglichen Konditionen angeboten werden.

Für Haus C ist eine neue gewerbliche Nutzung vorgesehen. Die genaue Ausgestaltung wird im weiteren Planungsprozess gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden, der Denkmalpflege und den zuständigen Fachbereichen entwickelt.

Rücksicht auf die bestehende Nachbarschaft

Das Nutzungskonzept wird so ausgestaltet, dass sich der neue Betrieb selbstverständlich und verträglich in das bestehende Wohnumfeld einfügt. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich unter anderem Seniorenwohnungen sowie eine Wohn- und Pflegeeinrichtung.

Baulicher Schallschutz, die Organisation der Zugänge und geregelte Nutzungszeiten werden deshalb von Beginn an berücksichtigt. Die Wiederbelebung des Ensembles soll nicht zulasten der Ruhe und Wohnqualität in der Umgebung gehen.

Eine besondere Qualität des Standortes ist der historische Garten. Er soll als ruhiger, grüner Ort erhalten bleiben und den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern Raum für Erholung und Begegnung bieten.

Planen und Bauen aus einer Hand

Die KADUR Gruppe ist ein regional verwurzeltes, inhabergeführtes Unternehmen mit rund 90 Beschäftigten. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in das Jahr 1957 zurück – nur wenige Straßen vom heutigen Projektstandort entfernt.

Projektentwicklung, Architektur- und Ingenieurplanung, Technische Gebäudeausrüstung, Bauleitung und eigene Handwerksgewerke arbeiten bei KADUR eng zusammen. Nach dem Prinzip „Planen und Bauen aus einer Hand“ können Denkmalschutz, Gestaltung, Gebäudetechnik, Brandschutz, Wirtschaftlichkeit und handwerkliche Umsetzung von Beginn an gemeinsam betrachtet werden.

„Ein Ort, der lange stillstand, soll wieder ein lebendiger Teil Dresdens werden. Unser Ziel ist es, die denkmalgeschützten Gebäude an der Löbtauer Straße 31 nicht nur zu sanieren, sondern ihnen eine neue, dauerhafte Aufgabe zu geben: als attraktiven Wohnort und als Raum für Kultur, Kreativität und Gemeinschaft.“

Peter Kadur, Geschäftsführer der KADUR Gruppe

Mit dem Ergebnis der Konzeptausschreibung ist ein wichtiger erster Schritt getan. Nun beginnt der weitere Planungs- und Abstimmungsprozess für die Zukunft des historischen Ensembles.

Berichterstattung zum Projekt

Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden:
https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/08/pm_054.php

Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten:
https://www.dnn.de/lokales/dresden/dresden-wird-zwei-einsturzgefaehrdete-gebaeude-los-K2C5OTHVOBEQDGDYRB5J2DF74I.html

Bericht von TAG24:
https://www.tag24.de/dresden/lokales/investor-will-marodes-siechenhaus-vor-verfall-bewahren-3527468

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