Sächsische Zeitung

Zeitungsartikel SZ

Vom Blauen Wunder zum Generalisten

Vier Generationen der Familie Kadur führten die Dresdner Firma durch sechs Jahrzehnte. Nun steht ein Umzug an.
Sächsische Zeitung am 28.09.2017

Am Anfang war es nur ein Malerbetrieb. Das ist schon 60 Jahre her. 1957 gründete der Großvater von Peter Siegfried Kadur die PGH „Zukunft“ mit. Der Betrieb war zu DDR-Zeiten vor allem für Malerarbeiten in Dresdner Schulen, Kitas und städtischen Gebäuden zuständig. 1983 übernahm der heutige Seniorchef als Dekorationsmalermeister den Vorsitz der PGH. „Im Jahr 1987 wurden wir mit der Überholung des Anstriches des Blauen Wunders von der Stadt beauftragt“, berichtet Kadur. „Als die Brücke zur Hälfte neu angestrichen war, kam die Wende und alles änderte sich.“ Heute heißt das Dresdner Familienunternehmen Kadur-Gruppe. Das runde Jubiläum wurde nun gefeiert.

Derzeit gehören 43 Mitarbeiter und vier Auszubildende zur Firma. In der Bauboomzeit nach der Wende etablierte sich Kadur als Großsanierungsspezialist. Heute ist die Firmengruppe Generalunternehmer in Sachen Innenausbau. Maler, Bodenleger, Fliesenleger, Trockenbauer, Architekten und Bauingenieure gehören zum Team. „Das versetzt uns in die Lage, solide und zugleich kreative Inneneinrichtungslösungen für unsere Geschäftskunden zu entwickeln“, sagt Peter Kadur, seit 2007 Chef. Zur Unternehmensgruppe gehören der Innenausbaubetrieb Kadur GmbH, das Architektur- und Planungsbüro Boka Architektur sowie die Design- und Marketingschmiede Kuk. Marketing.

Peter Kadur war schon als Kind immer neugierig auf Baustellen mit unterwegs. Später absolvierte er seine Maler- und Lackiererausbildung und schloss gleich seinen Meister mit an. Diverse Zusatzausbildungen ließen ihn in der Folgezeit über eine Neuaufstellung des väterlichen Unternehmens nachdenken. „Mir war es wichtig, Kadur deutlich kreativer aufzustellen“, sagt der heutige Firmenchef. „Zum Glück hat mir mein Vater dabei alle Freiheiten gelassen.“

Massenarbeiten nach festem Raster waren nicht mehr sein Ding. Er stellte lieber Architekten und Ingenieure ein. Mit der Kombination aus Akademikern und Handwerkern will sich Kadur von der Konkurrenz unterscheiden. So entstehen kreative Ideen, die auch Architektenwettbewerbe gewinnen. Die Räume in der Löbtauer Straße werden für das Team langsam zu eng. Die Planungen für den Umzug auf ein eigenes Grundstück laufen derzeit. In Dresden will die Kadur-Gruppe aber auf jeden Fall bleiben. (jam)

Hier galngen Sie zum Online-Artikel: http://www.sz-online.de/nachrichten/vom-blauen-wunder-zum-generalisten-3783722.html

Presselunch_14-09-17_Kadur_01

Presselunch 60 Jahre KADUR

60 Jahre KADUR

Grund genug, um die lokale Presse zu einem Presselunch zu laden. Was die Presse daraus gemacht hat lesen Sie hier:

Dresdner Neueste Nachrichten am 19.09.2017:

Akademische Infusion für Handwerk

Aus der Maler-PGH „Zukunft“ ist die Kadur-Gruppe gewachsen

Die 43 Maler, Architekten, Ingenieure und anderen Mitarbeiter der Dresdner Kadur-Gruppe feiern das 60. Jubiläum des Unternehmens. Bei der Gelegenheit schauen sie auf eine Transformationsgeschichte zurück, die beispielhaft dafür sein mag, wie sich traditionelles Handwerk in den Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung behaupten kann. Was der Großvater von Peter Siegfried Kadur 1957 als Malerbetrieb und „Produktionsgenossenschaft des Handwerks“ (PGH) mitbegründete, ist heute nämlich eine ganze Firmengruppe, die den kompletten Innenausbau ganzer Wohn- und Bürohäuser übernimmt. „Die Kombination aus Handwerkern, bei uns sind das Maler, Bodenleger, Fliesenleger und Trockenbauer, sowie eigenen Architekten und Bauingenieuren versetzt uns in die Lage, solide und zugleich kreative Inneneinrichtungslösungen für unsere Geschäftskunden zu entwickeln“, meint Peter Kadur, der die Gruppe seit 2007 leitet.
Mit der Kombination aus Akademikern und Handwerkern sei die Kadur-Gruppe „ziemlich allein auf weiter Flur in der Region Dresden“. Zu den Referenzobjekten gehörte schon zu DDR-Zeiten der Anstrich des Blauen Wunders in Dresden oder auch der Innenausbau des „Von Ardenne“-Hauptquartiers in Weißig. Apropos Hauptquartier: Peter Kadur plant, einen eigenen Firmensitz für seine Gruppe zu bauen – das Unternehmen entwächst eben immer mehr dem bisherigen Miet-Domizil an der Löbtauer Straße.